Zweit Jänner allgemein
Harder-Potschete
Zweite Jänner in Sigriswil
Zweite Jänner in Gunten
Zweite Jänner in Beatenberg
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Zweite Jänner
Zweit-Jänner

Zweit-Jänner-Bräuche sind
hauptsächlich am rechten
Thunerseeufer noch anzutreffen.
Nebst einigen
Tanzanlässen
(5) und
Trychler-Umzügen
(3)
sind vorallem die
"Chlummler"-Umzüge noch
verbreitet. Die ledige
Jungmannschaft zieht
(meist geschminkt und verkleidet)
mit Lärm und Gesang von Haus
zu Haus und "bettelt" Geld,
Wurstwaren und Getränke.

brauchtum
Harder-Potschete Interlaken
Seinen Namen hat dieser Brauch von den
Potschen = Schweinsblasen gefüllt mit Luft, womit die Buben
auf die von ihnen "gejagten" Mädchen einschlugen.

Mittlerweile ging der Name Potschen auf deren Träger über.
Nebst diesen treffen sich auf dem Marktplatz auch das
"Hardermannli", die "Geisterschar" und auch Trychler
aus Unterseen, Matten und Goldswil.

Auf dem Marktplatz wird der Umzug formiert. Vorab eine
Gruppe Trychler, dahinter folgt das Hardermannli mit seinen
Trabanten. Dahinter eine Schar Wald- und Wassergeister.


Die Umzugsroute ist seit Jahrzehnten genau festgelegt. Sie
führt vom Marktplatz über Unterseen zurück an den Ausgangspunkt.
Die Masken werden von einem Komitee präsentiert und bewertet.
Dann erhält jeder Teilnehmer des Umzuges ein Gratis - Zvieri aus
Suppe, Wurst und Getränk. Die Gruppen der Erwachsenen machen nach
dem Umzug des sogenannten Pintencher.

Mit dem Einbruch der Dämmerung verschwinden das Hardermannli,
sein Wybli und die vermummten Gestalten wieder. Sie entledigen
sich der zum Teil furchterregenden Masken um sich bereits auf die
nächste Harderpotschete zu freuen.

Zweite Jänner in Sigriswil

Um 06.00 Tagwache mit einem grossen "Chlapf", der das Dorf aus
dem Schlaf reisst. Die Mitglieder der Neujahrsgesellschaft treffen
mit viel Lärm im Zentrum ein um sich dann zu schminken und zu kostümieren.

Um 08.00 Treffpunkt beim "Adler", wo der Umzug von Haus zu
Haus beginnt. Statt wie früher um Würste, wird heute mehr um
Geld und Tranksame "gebettelt".

Am Nachmittag formiert man sich zu einem Umzug mit Sujets
und Persiflagen von Ereignissen des vergangenen Jahres. Die
Zuschauermenge entspricht in etwa dem Rest der Dorfbevölkerung..!
Nach dem Umzug ziehen die Junggesellen wieder von Haus zu Haus,
um auch in anderen Dorfteilen Ihren "Obolus" zu fordern. Dies kann
bis zum Einbruch der Dunkelheit dauern....

Der Ausklang findet am Abend im Hotel Adler mit Musik, Gesang
und Tanz bis in die Morgenstunden (Freinacht) statt.
Zweite Jänner in Gunten

Hier ist die Neujahrszunft am Werk. Die Zweitjänner-Aktivitäten
sind allerdings nur den LEDIGEN Mitgliedern vorbehalten.

Mit Knallraketen wird um 05.00 Tagwache gemacht.
Anschliessend treffen sich die ca. 25 jungen Männer zum Schminken
und Verkleiden beim Dorflokal. Um 07.45 fährt die Gruppe mit
Musik per Bus nach Hilterfingen (Hotel Seehof).


Von da weg zieht man via Oberhofen und Oertli auf verschiedenen
Routen von "Haus zu Haus" zurück nach Gunten, um eben Wurst,
Käse, Tranksame und vorallem auch Geld zu "betteln". Jeder der
jungen Zünftler trägt ein Kässeli.
Am Mittag verpflegen sich die Umzügler mit Risotto und Suppe
und den eventuell schon ergatterten Käse- und Wurstwaren.
Weiter geht es von Haus zu Haus durch und um das Dorf Gunten,
bevor man geschlossen und mit Musik zum Dorfplatz einmarschiert
Auf dem Dorfplatz findet dann der "show-down" statt, so dass die
zahlreichen Zuschauer alle Masken und Kostüme im Detail sehen
können. Die Prämierung der Teilnehmer ist mit einem jedes
Jahr ändernden Geschicklichkeitsspiel verbunden.

Ab 19.30 Uhr beginnt für die Zünftler das Nachtessen, gefolgt
um 20.00 Uhr von der Ehrungen für mehrmalige Teilnahme.
Wer das 4. Mal teigenommen hat wird in die Zunft aufgenommen.
Für 10 und 15 Teilnahmen gibt es Urkunden.

Der Zunft-Präsident (oben) ist
verantwortlich für den reglementarischen
Ablauf der Zeremonien. Abschluss des
"Festes" bildet ein fröhlicher Tanzabend
mit Musik im Hotel Kreuz.

Zweite Jänner in Beatenberg

In Beatenberg macht man einen Zweitjänner-Bummel
mit Musik und Tambouren.