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Zwischen
Weihnachten und Silvester fallen die Altjahresbräuche,
von denen nachstehend die Rede ist: |
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"Pelzmartige"
in Kandersteg
Der
erste Auftritt dieser neun Gestalten erfolgt in den
Mittagsstunden des 25. Dezember. Detail-Info finden
Sie beim ihrem zweiten Auftritt am Neujahrstag.

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Schwarzner-Damen
In
den Dörfern der Gemeinde Sigriswil besuchen die ledigen
Burschen an jedem Abend der Altjahreswoche die
"Schwarzner-Damen". Dies sind die ledigen einheimischen
Mädchen und Frauen, welchen an diesem "Aabesitz" die
Besucher mit Suppe und/oder schwarzem Kaffee (Schnaps)
bewirten. Dazu gibt es aber auch Bier, Wein, Käse und Brot.
Pro
Nacht finden üblicherweise zwei solcher Besuche statt. Die
Reihenfolge wird vorher gemeinsam festgelegt. Die Gastgeberinnen
werden bei dieser Gelegenheit zum Tanz am Zweitjänner
eingeladen..! |
"Trychlen"
mit dem "Ubersitz" im Oberhasli
Einer der ältesten Bräuche im Oberhasli ist das "Trychlen"
mit
dem
"Ubersitz" in Meiringen als Abschluss. |
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Sobald
der Weihnachtstag vorüber ist, treffen sich die Schulbuben
in den Dörfern zum Trychlen. In kleinen Gruppen ziehen sie mit
Kuhglocken, Treicheln und Plumpen im Takte des Trychlermarsches
herum. Am Abend werden die Bubenzüge durch die Erwachsenen
verstärkt und später abgelöst. Die Anzahl Trychlerzüge
vermehrt
sich von Tag zu Tag; das grosse Finale ist dann am zweitletzten
Werktag im Jahr (ohne Samstag), der Ubersitz. |
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An
diesem Abend tragen die Teilnehmer zum Teil furchterregende Masken.
Mit Treicheln und Trommeln ziehen sie mit dem eigenartigen, gemessenen
Schrittrhytmus durchs Dorf. Die Unterbächler und Hasliberger tragen
keine
Masken. Die Williger und Husner führen in ihrer Gruppe das "Huttefroueli"
und die
"Schnabelgeiss" mit. Nur das "Huttefroueli"
haben die Meiringer dabei und die Innertkirchner nur die "Schnabelgeiss".
Im Laufe der Nacht verziehen sich die Teilnehmer und
Zuschauer nach und nach in die Wirtschaften, welche traditionsgemäss
in
der Trychlerwoche durchgehend geöffnet sind. |
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Fackelwanderung
in Schwenden
In
Schwenden im Diemtigtal ist eine nächtliche Fackelwanderung
zur
Tradition geworden. An einem Abend in der Altjahrswoche trifft sich gross
und
klein beim Parkplatz Senggiweid. Ausgerüstet mit brennenden Fackeln
zieht
man durch die verschneite Landschaft. Unterwegs gibt es bei einem schönen
Feuer einen Halt mit Glühwein. Hier lauscht man gespannt den Geschichten
(Sagen), welche von alt Pfarrer Otto Nyffeler erzählt werden. Dann
zieht der
Fackelzug weiter durch die Nacht bis zum Platz beim Restaurant
Spillgerten. |
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Ramsen
Ein
alter Brauch ist auch das "Ramsen"; ein Kartenspiel mit Geldeinsatz
um Würste oder andere geräuchte Fleischwaren. Wir stellen den
Ramset
noch in 21 Orten fest. Meistens wird nur noch in einem einzigen Lokal
oder,
wie in einigen Bäuerten, in einem Privathaus gespielt. Drei, vier
oder fünf
Mitspieler versuchen mit je 5 Spielkarten möglichst viele Stiche
einzuheimsen.
Wer zuerst 21 Stiche auf dem Konto hat ist Sieger. Die Spielregeln sind
sehr speziell: Höchster Trumpf ist das As, zweithöchster Trumpf
ist immer die
Karo-Sieben, das sogenannte "Bälli". Bauer und Neuner erhalten
keinen höheren
Wert als Trümpfe, die Sechser sind nicht im Spiel. Weitere Regeln
wie
leihalten/überstechen/untertrumpfen sind regional und lokal zum
Teil verschieden. |
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Silvesterbräuche
Die
Feiern in der Silvesternacht sind wohl weltweit am meisten verbreitet.
Auch im Berner Oberland wird, überall wo es eine Kirche oder Kapelle
hat,
das alte Jahr ausgeläutet und nach den 12 Glockenschlägen um
Mitternacht
das neue eingeläutet.
Fast
ebenso verbreitet sind die Trychler-Umzüge, welche
an 51 Orten
symbolisch das alte Jahr verabschieden, um dann das neue Jahr geräuschvoll
zu begrüssen. Je nach Gegend sind die Trychler "uniformiert"
mit "Chäsrock"
oder aber Burgunderkittel in rot, blau, weiss, grün oder schwarz
mit passender
Zipfelmütze. Andere Gruppen dagegen sind in Zivilkleidung unterwegs.
Nicht
mehr so gefragt wie früher sind die Silvesterbälle (18); ist
es doch
bequemer, vom Fernsehsessel aus zappend, bis zu zwanzig
"hochkarätige" Silvesterparties und -shows zu konsumieren.
Immerhin
gibt es aber auch noch neun Orte, wo sich die Einwohner an
zentralen Plätzen treffen, um gemeinsam mit "mitgebrachtem"
auf das
neue Jahr anzustossen. In einigen Gemeinde wird auch etwa Glühwein
oder Punsch diesem Zweck bereitgestellt. Prosit Neujahr..!
Markant
zugenommen hat das Abbrennen von Feuerwerk, wenn auch meist
auf privater Basis. Dass dabei oft die schöneren Bilder zu sehen
sind als an
der Bundesfeier, kann einem ein wenig nachdenklich stimmen. Von den
Gemeinden organisierte Silvester-Feuerwerke sind eher selten (6). |
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Neue
Jahreszahl in der Lenk
Derweil
die Trychler in der Lenk durchs Dorf ziehen, fahren verkleidete
Mitglieder des Skiclubs mit Fackeln vom Bühlberg zum Dorfrand herunter.
Sie führen auf einem Holzgestell die ca. 1 m hohe Jahreszahl
(z.B. 2002) mit.
Gemeinsam mit den dort wartenden Trychlern gehts zum Dorfplatz, wo die
Endzahl des alten Jahres, also die 2, um genau 24.00 Uhr auf dem
Fackelfeuer verbrannt wird. Anschliessend wird unter kräftiger Mithilfe
der
Trychler-Klänge und dem Beifall der zahlreichen Zuschauer die neue
Endzahl 3 montiert. |
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Silvestertanne
in Sigriswil
In
Sigriswil wird auf dem Dorfplatz eine mit Girlanden und Flaschen
geschmückte Silvester-Tanne aufgestellt. Sie trägt
auch den Wunsch
"es guets Nöis" für alle Dorfbewohner auf einem Schild.
Es
ist nun das erklärte Ziel der Jungmannschaft aus den umliegenden
Dörfern,
diese Tanne heimlich zu entwenden oder zu fällen. Ebenso erklärtes
Ziel
der Sigriswiler ist es, eine solche ruchlose Tat zu verhindern...! |
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...hier ist es passiert..! |
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Turmbläser
in Wimmis
Auf
dem Kirchturm in Wimmis hört man in der Silvesternacht die Turmbläser.
Sechs bis acht Blasmusikanten verabschieden das alte und begrüssen
das
neue Jahr mit einem Konzert vom Kirchenturm aus. |
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