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Zum
Jahresbeginn können wir nebst 15 Neujahrsbällen
und
7 Neujahrskonzerten einige weniger verbreitete Bräuche aufzeigen: |
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In
Sigriswil: "Der Bär ist los..!"
Ein
Mann im Bärenkostüm taucht im Laufe des Neujahrstages
verschiedentlich unerwartet auf (und auch unter..!) und macht das Dorf
unsicher. Zum Teil wünscht er ganz friedlich "es guets Nöjs",
anderseits
hält er gewissen Leuten auch "Sünden" aus dem vergangene
Jahr
unter die Nase. Allzu vorwitzige Kinder weist er in echter
Bärenmanier in die Schranken.
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Hudlete
u Pöögglete in Wimmis
Besammlung
um 11.30 beim Schloss. Abgabe von Suppe und Getränken
zur Stärkung für alle. Kinder und Erwachsene sind verkleidet,
die
historischen Gestalten (Huttefroueli, Spreuermaa) werden
z.Zt nicht dargestellt.
Anschliessend
an das grosse Guggenmusig-Konzert beginnt um 14.00 Uhr
der Umzug mit Musik und Trychlern vom Schloss zum Mehrzweckgebäude.
Nach dem Monsterkonzert der Guggen beginnt der Kindernachmittag mit
Aufführungen, Versen, Liedern und Spielen. |
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Die
Guggen machen einen Sternmarsch durchs Dorf in die Quartiere
und zurück zum Dorfplatz, wo sie dem so "angelockten" Publikum
ein
Konzert bieten. Dabei sind nebst den "Schattepööggle"
aus Wimmis
noch 2 bis 3 Gastguggen mit von der Partie.
Abends
um 19.00 Uhr beginnt im Mehrzweckgebäude die
Abendunterhaltung mit Tanzmusik, Guggenkonzert und Schnitzelbänken.
Ein Grossteil der Teilnehmer ist dabei verkleidet und geniesst
demnach Narrenfreiheit. Um 3 Uhr morgens ist das Fest offiziell zu Ende. |
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Am
Neujahrstag (aber auch an Weihnachten) treiben sich jeweils
vom frühen Nachmittag bis in die Nacht hinein die "Pelzmartiga"
auf den
Strassen des Dorfes herum. Sie erschrecken die Passanten mit
allerlei Schabernack, Kettengerassel und Treicheln. Sie dringen
auch in Restaurants und Hotels ein, wo sie mit drohenden
Gebärden und Tanzbewegungen den Gästetischen nachgehen.Es
sind die Burschen welche in diesem Jahr in die
Rekrutenschule einrücken müssen. Die Masken sind immer gleich: |
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Die
neun Masken heute... |
....und
in den frühen 80er-Jahren |
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Der
"Grossmarti" ist in Fell gekleidet und erinnert an die Gefahren
durch Bär und Wolf anno dazumal |
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Der
"Chindlifrässer" erinnert an die Furcht vor Krankeit,
Hungersnot und Pest |
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Der
"Chriesmarti" erinnert an die Gefahren im Wald und symbolisiert
mit seinem immergrünen Fell auch Fruchtbarkeit |
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Der
"Blätzlibueb" oder "Lumpemaa" erinnert uns an
die bittere
Armut die oft im Dorfe herrschte, auch wenn diese
nicht vorwiegend dem Spielkartenmann
(Wirtshaushockerei und Spielteufel symbolisierend)
zuzuschreiben war. |
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Das
"Huttefroueli" trägt in der Hutte seinen kriegsversehrten
Mann;
diese Figur erinnert an die Kriegswirren in frühen Zeiten, als
Kandersteger Wehrmänner gefragte "Krieger" waren. |
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"Ds
Burli" verkörpert den einfachen Talbewohner, der seine Bürde
zufrieden trägt.Der "Lyrimaa" bedient einen Leierkasten
mit
Geldschlitz, wo man etwas für die Tranksame der Gruppe einwerfen
kann.
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"Ds
Heri" ist der Herr dieser Gestalten. Sie stehen unter seiner
Herrschaft, wenn er im Frack und Zylinder, mit weissen Handschuhen
die Peitsche schwingt. Er weist seine Bande in die Schranken und
beweist, dass auch dem Bösen Grenzen gesetzt sind...! |
Neujahrs-Feuerwerk
in Interlaken
In Interlaken: Um 18.00 Uhr findet ein grosses Feuerwerk
auf der Höhenmatte statt. |
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Neujahrsgesellschaft
in Gunten
In
Gunten: Versammlung der Neujahrszunft mit Musik zur
Vorbereitung der Zweitjänner-Aktivitäten. |
Merligen
Guggenmusikkonzert
Grosses
Guggenmusikkonzert mit einem Umzug durchs Dorf |
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